Insel Euböa

Skyros

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SKYROS

Die größte Insel der Nördlichen Sporaden

bezaubert mit ihren vielfältigen Wechseln in der Landschaft.

Ein gebirgiger Boden, von Kiefern bewachsene Flure, wunderschöne sandige Strände, malerische Meerbusen. Sie fasziniert mit ihrem besonderen Inselflair und bietet sich für jede Art von Unternehmungen und Tourismusformen an.

Sie hat ihren Namen vom berühmten „Skyrischen bunten Stein“, dem bekannten skyrischen gefärbten Marmor, erhalten, mit dem die Römer ihre Herrenhäuser verzierten.

Die Einwohner von Skyros beschäftigen sich vor allem mit der Viehzucht. Es lohnt sich wirklich, die Käsereiprodukte der Insel oder die erlesenen Schafe und Ziegen auszuprobieren und mitzunehmen.

Skyros erlebte in den letzten Jahren eine starke touristische Entfaltung. Eine Vielzahl moderner Hotelanlagen bietet dem Besucher alle Annehmlichkeiten.

Der Zugang auf die Insel wird sowohl von der neuen Autofähre, die in Linaria anlegt, als auch durch den Flughafen erleichtert.

Sie ist von Kyme 22 Seemeilen entfernt, zirka zwei Stunden mit dem Schiff.




Reich sind die historischen Erwähnungen, und ebenso reichlich die Mythen und Legenden, welche die Geschichte des Ortes bereichern.

Hier starb der aus Athen verbannte Theseus, als der einheimische König Lykomedes, der um seinen Thron fürchtete, ihn vom Felsen in den Abgrund stieß.

Hier versteckte Thetis ihren Sohn Achilles als Mädchen verkleidet, um ihn zu beschützen, und hier entdeckte ihn Odysseus und nahm ihn mit sich nach Troja.

In späteren Jahren folgte die Insel dem Schicksal des Landes. Venezianer, Piraten, Türken, bis 1829, als sie zusammen mit den übrigen Sporaden befreit wird.

Ganz besonders hat sich die Volkskunst mit der Holzschnitzerei, der Weberei, der Stickkunst und der Töpferei entwickelt. Heute ist Skyros dank der Bewahrung dieses Kulturerbes ein lebendiges Museum.

Sie ist bekannt für die traditionelle würfelförmige Skyrische Hausform mit ihrer besonderen Ästhetik und der vollkommenen Funktionalität auf kleinstem Raum.

Die Schmuckmotive der lokalen Volkskunst nehmen sich zu ihrer steten Inspirationsquelle die natürliche und soziale Umwelt.

Viele Überlieferungen halten das echte volkstümliche Bewusstsein ihrer Bewohner fest. Sein Höhepunkt ist der Skyrische Karneval, dessen Ursprünge sich in den Tiefen der Zeit verlieren und dessen Wurzeln in den uralten menschlichen Befürchtungen und Nachforschungen über das Leben und den Tod liegen. Die Hauptfiguren des Karnevals sind der Alte, die Korela („Mädchen“) und der Franke, der später wohl als Spott auf die ersten fränkischen Kleider (Hosen - Jackett) hinzugefügt wurde. Insbesondere die Gestalt des Alten ist eine einzigartige Annäherung an die ganze griechische Volkstradition. Der Karneval wird ohne ein konkretes Programm und dank der Beteiligung und dem Enthusiasmus der Skyrer durchgeführt.




Die Hauptstadt Chora ist amphitheatral um den Hügel errichtet, auf dessen Spitze sich die antike Akropolis befindet, welche in byzantinischer Zeit in eine Festung umgewandelt wurde. Hier haben sich noch antike Mauern und Ruinen von byzantinischen und venezianischen Befestigungen erhalten. Das Kloster des Heiligen Georg thront darüber an befestigter Stelle wie eine Krone. Es besitzt bemerkenswerte Hagiographien und eine hölzerne Ikonenwand. Es wurde im 10. Jh. von den Kaisern Tsimiskis und Phokas erbaut.

Das Archäologische Museum von Skyros umfasst Exponate von der Ausgrabung in Palamari sowie vom Apollontempel auf dem Hügel Fourka, und bedeutsam ist auch die Volkskundesammlung, die in seinen Räumen beherbergt wird und die Nachbildung eines typischen traditionellen skyrischen Hauses enthält.

Das Museum Faltaits gehört zu den bedeutendsten griechischen Volkskundemuseen und ist gleichzeitig ein Zentrum für traditionelle Studien.

Vom Platz, auf dem sich die herrliche Kirche der Agia Triada („Heilige Dreifaltigkeit“) und die Statue des englischen Dichters und Philhellenen Rupert Brooke (ein Werk des Prof. Michalis Tombros) befinden, haben wir einen wundervollen, einmaligen Blick auf die Ebene und den unendlichen Strand von Magazia. Das Grab von Brooke, der während des Dienstes auf einem englischen Kriegsschiff 1915 starb und auf Skyros beigesetzt wurde, befindet sich in Tris Boukes, einem natürlichen Hafen an der südlichsten Stelle der Insel, den zwei großen Inseln, Sarakiniko und Plateia, schützen und ihm drei Zugänge („Boukes“) gewähren.

In Palamari wird eine Siedlung aus dem 3. Jahrtausend ausgegraben, dessen Einwohner Beziehungen zu anderen Inseln des Archipels geknüpft hatten. Skyros ist schon seit der frühen neolithischen Periode besiedelt.




Skyros hat etwa 300 Kirchen und Kapellen, von denen viele bedeutend sind. Jede der Kapellen hat ihre eigene besondere Lage und ihren eigenen Charme. Charakteristische Bezeichnungen sind: Panagia („Muttergottes“) Lemonitria, Archontopanagia, Panagia t’Thodori, Panagia Tsyrapsomou, Panagia der Hirten, Panagia D’chounia, Christos t’Arkoudi.

Die Insel hat unzählige Strände. Wir möchten nur einige nennen: Magazia oder Gialos, Molos, Gyrismata, Pouria, Pevkos, Agios Petros, Kyra Panagia, Agios Phokas, Acherounes, Kolymbada, Tris Boukes, Kalamitsa, Achilli, Aspous, Palamari, Pappou to Chouma, Atsitsa.

Die Insel setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die durch einen ebenen Landstreifen miteinander von Kalamisa bis Achilli (den Hafen, aus dem Achilles nach Troja abgefahren ist) verbunden sind. Der Nordwestteil ist voll üppiger Vegetation und wird von Aleppo-Kiefernwäldern bedeckt, während der Südostteil

gebirgig und felsig ist, wodurch ein völlig gegensätzlicher Kontrast entsteht.

Der Berg Kochylas (792 m hoch) im südlichen, am schwierigsten zugänglichen Teil der Insel, ist in das Netz NATUR 2000 (GR2420006) eingegliedert. Es lohnt sich, auf den Berg zu wandern, in dessen feuchten Bachläufen trotz der Überweidung und den Waldbränden noch immer Kermeseichen (quercus coccifera) und Ahorn (acer monspessulanum) in Baumform wachsen. Aus Ahorn war der Speer des Achilles gefertigt. In Kochyla lebt seit Jahrhunderten frei und halbwild das auf der Welt einzigartige kleinwüchsige Skyrische Pferd (eine Rasse des Equus cabalus, die nicht über 1,07 m hoch wird).

Chora von Skyros (AT5011062), die Bucht Kalogrias, Atsitsa und das benachbarte Pevkodasos (AT2011032), wie auch die kleine Insel Sarakino (AT5011061) sind als Landschaften von besonderer Naturschönheit gekennzeichnet.